Filmtitel
Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Jahr:
1981
Land:
Deutschland
Laufzeit:
138 Minuten
Regie:
Uli Edel
Musik:
Jürgen Knieper
Natja Brunckhorst
Christiane
Thomas Haustein
Detlev
Christiane Lechle
Christianes Mutter
Christiane Reichelt
Babsi
Uwe Diderich
Klaus
Jan Georg Effler
Bernd
Lothar Chamski
Rolf
Peggy Bussieck
Puppi
Daniela Jaeger
Kessi
Andreas Fuhrmann
Atze
Die 13-jährige Christiane F. lebt zusammen mit ihrer Mutter und Schwester in einer trostlosen Hochhaussiedlung in Berlin-Gropiusstadt. Um wenigstens zeitweilig den Familienproblemen zu entkommen raucht sie Hasch und wirft Trips. Doch dann steigt sie auf harte Drogen um und nimmt Heroin. Sie wird süchtig. Morgens geht sie in die Schule und nachmittags auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo, um sich das Geld für ihre Sucht zu beschaffen. Immer weiter gerät Christiane in den Sog aus Drogen und Prostitution. Und statt der vermeintlichen Freiheit bringt der Stoff nur Verfall und Tod, der auch einige ihrer engsten Freunde nicht verschont.
Die Konzertsequenz mit David Bowie in der Hauptrolle wurde im Oktober 1980 in New York im Hurray Club gedreht. Da Bowie zu dieser Zeit an mehreren Abenden in der Woche am Broadway auftrat, musste Regisseur Uli Edel die Szenen in dieser Stadt drehen. Der Veranstaltungsort wurde so eingerichtet, dass er einem Berliner Nachtclub ähnelt. Für die großen Konzertszenen wurde Filmmaterial von einem AC/DC-Konzert in der damaligen Bundesrepublik verwendet.
Der vollständige Name von "Christiane F." war Vera Christiane Felscherinow. Christiane arbeitete als Beraterin für den Film, spielte aber nicht im Film mit.
Viele Statisten, die in den Szenen des Sound Clubs, des Bahnhofs und bei Menschenmengen auftraten, waren echte Jugendliche, Drogenabhängige und Prostituierte.
Der Film verwendet die Musik von David Bowie, welcher auch in Konzertsequenzen im Film auftrat. Seine Mitwirkung im Film trug zu seiner Bekanntheit und seinem Kinoerfolg bei. Fast alle Songs auf dem Soundtrack des Films wurden von Bowie geschrieben oder mitgeschrieben. Laut dem Quellenbuch des Films hatte Christiane F. im echten Leben ihre ersten Erfahrungen mit Heroin bei einem Bowie-Konzert gemacht und diese Tatsache wurde als Story-Element im Film wiederholt.
Eine der besten Freundinnen von Christiane F. in dem Film ist Babsi (gespielt von Christiane Reichelt), die 1977, als sie im Alter von nur 14 Jahren starb, auf das Titelblatt der "Berliner Zeit" kam. Babsi war das jüngste Drogenopfer Berlins, ihr Tod und die Veröffentlichung des Buches "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" trugen dazu bei, das Bewusstsein für die steigende Zahl jugendlicher Drogenkonsumenten zu schärfen.
Der Film wurde etwa zwei Jahre nach der ersten Veröffentlichung des Buchs "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo: Eine Kindheit zwischen Heroin und Kinderstrich – nach einer wahren Geschichte" im Jahr 1979 gedreht und veröffentlicht.
Als Vera Christiane Felscherinow (die 'echte' Christiane F.) wegen einer Promotiontour des Films in den USA war hatte sie für sich eine Kassette mit dem Lied '99 Luftballons' von Nena dabei. Der Moderator hörte das Lied und spielte es auf dem Sender. Das Lied kam so gut an dass es bald darauf immer mehr Radiostationen spielten und so das Lied in den USA bekannt machten. Es erreichte Platz 2 der Billboard-Charts bzw. Platz 1 der Cashbox-Charts.